Axel Springer AG für Netzneutralität?

"Tatsächlich kann nur in zugangsoffenen und neutralen Netzen der für die Presse- und Medienfreiheit wesentliche publizistische Wettbewerb der redaktionellen Inhalte stattfinden. Wir sehen keinen Grund, diese Strukturprinzipien in Richtung einer Bevorzugung bestimmter Medienformate oder bestimmter Medien durch die Betreiber der Internet-Infrastruktur zu ändern.", meint Christoph Keese im Interview mit promedia

Ob Christoph Keese mal Axel E. Fischer, den Vorsitzenden der Enquete-Kommission, beiseite nimmt, um diesen Standpunkt zu erläutern? Vielleicht würde ja dann in diesem Punkt das Eis in der Kommission brechen...

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Anonymität als Schutzschild gegen die Tyrannei der Mehrheit

»Anonymität ist ein Schutzschild vor der Tyrannei der Mehrheit. Sie steht für das Ziel unserer Menschenrechte: unliebsame Einzelne vor Verfolgung in einer intoleranten Gesellschaft zu schützen. Das Recht auf Anonymität wird dann missbraucht, wenn sich der Einzelne unter ihrem Schutzmantel betrügerisch verhält. Aber politische Rede hat manchmal schwer zu verdauende Konsequenzen.« John Paul Stevens, Richter am Supreme-Court

Wow, dem ist wohl nichts hinzuzufügen!

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Qualität in der Krise - Befindlichkeiten statt Fakten?

Es zeige sich, dass in vielen Redaktionen zu wenige Fachjournalisten, Naturwissenschaftler und Wirtschaftsexperten vorhanden seien. Eine Überprüfung des eingehenden Materials könne deshalb oft nur unzureichend stattfinden. Folglich würde häufig mehr spekuliert als qualitativ hochwertige Berichterstattung und solide Einschätzung vermittelt. Konrad-Adenauer-Stiftung

Redaktionen werden ausgedünnt. Den Sauen des Dorfes hinterhergehechelt. Was zählt? Reichweite! Dafür bedarf es keine Qualität - im Gegenteil. Krude Behauptungen und steile Thesen sind willkommene Aufreger. Man darf nicht vergessen: auch wenn die Verleger sich gerne auf ihre angebliche Bedeutung für die Demokratie und die Pressefreiheit berufen, in erster Linie geht es um finanzielle Interessen.

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Google-Mitarbeiter spionieren Minderjährigen hinterher?

Ist es wirklich belanglos, wenn ein Google-Mitarbeiter die Mittel hat, Minderjährigen hinterher zu spionieren, ihre Post zu lesen?SPON

Interessant, was Frank Patalong da suggeriert, um Stimmung gegen die Spackeria zu machen. Unwahrscheinlich, dass Google sich einen derartigen Skandal leisten kann. Es unterstellt irgendwo auch, Google habe diese Problem nicht auf dem Schirm.

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Macht korrumpiert - auch Anonymous

What I do know is that AnonOps no longer has a good reason to exist. The insane amount of power the channel operators wield, and the reputations gained by their NAMES, causes them to become dictator-like, as "power corrupts".

Why did we leave the comforts of the womb of anonymous imageboards, and end up in name-fagging circlejerks controlled only by a few? Why?arstechnica

Ja, das süße Gift der Macht schmeckt. Es fällt schwer damit umzugehen. Und warum sollte es den Leuten um Anonymous da einfacher fallen als so manchem Politiker oder Firmenlenker?
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Was hat Bertelsmann mit der Bewertung von Ärzten zutun?

"Wie das Portal der AOK wird auch [die Bewertungsplattform] der Barmer GEK von der Bertelsmann-Stiftung, [...] und dem Verbraucherzentrale Bundesverband als "Weiße Liste" betrieben.AOK und Barmer GEK lassen Ärzte online bewerten.

Brigitte Mohn sitzt bei der Rhön-Klinikum AG im Aufsichtsrat und ist Gesellschafterin der Bertelsmann AG. Wer in der Lage ist eins und eins zusammen zu zählen kann sich denken woher der Wind weht.

Womit begründet sich nochmal die Gemeinnützigkeit der Bertelsmann Stiftung?

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Das Postprivate ist politisch

"Die Gegenbewegung [zu den digitalen Maschinenstürmern] wirft auf der Flucht nach vorn - gleich - Freiheitsrechte als lästigen Ballast über Bord und hisst die trügerische Flagge der PostPrivacy. In dieser Kommune 1 der digitalen Welt geben die Sozialutopisten ihr Recht auf Privatsphäre mit der Anmeldung bei Facebook gleich mit ab." Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

Die Spackeria nimmt sich doch ein Beispiel am sicherheitspolitischen Handeln von Wolfgang Schäuble. Einfach mal utopische Maximalforderungen in den Raum stellen und sich auf die Diskussion freuen.

Spaßfakt: Stiftung Datenschutz™

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Banken wollen Kapital - Bloß kein Eigenkapital!

Ein Argument der Bankenlobby: Wenn die Banken mehr Geld zur Seite legen müssen, können sie wenig Kredite vergeben und das würde das Wirtschaftswachstum hemmen.

Zwischen 1880 und 1960 war der Verschuldungsgrad der Banken in Großbritannien und den USA nur halb so hoch wie heute - und die Eigenkapitalquoten der Institute damit deutlich größer. "In dieser Zeit war die wirtschaftliche Performance nicht erkennbar schlechter"ZEIT

Mit den Zinsen für Fremdkapital lassen sich Steuern sparen, womit die Eigenkapitalrendite für die Bank und das Risiko für die Allgemeinheit steigt. Vorausgesetzt - das Institut hat den Status "Too Big to Fail"!